Viktor Gyökeres ist dank seiner Torjägerqualitäten in der UEFA Nations League erneut in den Blickpunkt gerückt. Beim 3:1-Sieg Schwedens gegen Polen traf er in der 72. Minute per Volleyschuss – es war sein zweites Länderspieltor in Folge. Im Schweden nationalmannschaft trikot bleibt Gyökeres eine ständige Gefahr; seine typischen Laufwege und seine Abschlussstärke beweisen, dass er seinen Torinstinkt nicht verloren hat. Für Fans, die seine Entwicklung verfolgen, steigern solche Leistungen die Vorfreude darauf, was er in Zukunft noch erreichen könnte.
Im Arsenal fußballtrikot stellt sich die Situation für Gyökeres jedoch ganz anders dar. An den ersten fünf Spieltagen der Premier-League-Saison kam er nur zu zwei Kurzeinsätzen mit einer Gesamtspielzeit von weniger als 30 Minuten. Dies steht in krassem Gegensatz zu seiner Bilanz der vergangenen Saison, in der er wettbewerbsübergreifend 21 Treffer erzielte. Mikel Arteta setzt derzeit auf Ballbesitz, hohes Pressing und einen Mittelstürmer, der sich tief fallen lässt, um das Spiel zu verbinden; diese Rolle erfordert nicht nur Tore, sondern auch die Einbindung in den Spielaufbau und das Schaffen von Räumen für die Mitspieler. Gyökeres hingegen zeichnet sich durch das Attackieren des Strafraums, das Finden von Lücken und den eiskalten Abschluss aus – eine taktische Diskrepanz, die für ihn derzeit eine große Herausforderung darstellt.
Die verletzungsbedingte Abwesenheit von Havertz könnte Gyökeres jedoch die Chance bieten, die Wende zu schaffen. Angesichts des bevorstehenden dichten Spielplans muss er um mehr Startelfeinsätze kämpfen und jene Effizienz, die er im schwedischen Nationalteam zeigt, auch auf Vereinsebene unter Beweis stellen. Für einen eiskalten Torjäger liegt die Lösung oft nicht in komplizierten Umstellungen, sondern in der Rückkehr zu einer vertrauten Rolle und der Besinnung auf die eigenen natürlichen Stärken.